
Schemelsbergtunnel
Nachtragsmanagement
| Projektdauer: | 2023 – 2026 | ||
| Bauherr: | Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch Regierungspräsidium Stuttgart | ||
| Standort: | Weinsberg, Baden-Württemberg |
Schemelsbergtunnel
Nachtragsmanagement
| Projektdauer: | 2023 – 2026 | ||
| Bauherr: | Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch Regierungspräsidium Stuttgart | ||
| Standort: | Weinsberg, Baden-Württemberg |
Projektbeschreibung
Der Schemelsbergtunnel ist ein einröhriger Straßentunnel östlich von Heilbronn und Bestandteil der Ortsumfahrung Weinsberg. Der rund 676 m lange Tunnel gilt als wichtige Verbindung zwischen der B 39 und den Autobahnen A 6 und A 81 im Bereich des Autobahnkreuzes Weinsberg.
Im Zuge der Ertüchtigung des Schemelsbergtunnels wurde als zentrale Maßnahme ein neuer Rettungsstollen errichtet. Hintergrund hierfür sind die aktuell gültigen sicherheitstechnischen Vorgaben der RABT, die bei einröhrigen Straßentunneln ab einer Länge von mehr als 400 m einen zweiten Flucht- und Rettungsweg verlangen. Mit rund 676 m Länge erfüllte der bestehende Schemelsbergtunnel diese Anforderungen nicht, sodass ein eigenständiger Rettungsstollen notwendig wurde.
Der neu hergestellte Rettungsstollen bildet das Herzstück der Gesamtmaßnahme. Er ermöglicht im Ereignisfall eine schnelle und sichere Selbstrettung sowie einen verbesserten Zugang für Einsatzkräfte. Zwei neu errichtete Querschläge stellen die Verbindung zwischen Bestandstunnel und Rettungsstollen her und gewährleisten kurze Wege für die Evakuierung. Neben dieser sicherheitstechnisch zentralen Funktion erfolgten innerhalb des Stollens weitere bauliche und technische Ausstattungsarbeiten durch die Arbeitsgemeinschaft.
Parallel zum Bau des Rettungsstollens wurde der bestehende, 1986 bis 1989 errichtete und seit 1990 befahrene Schemelsbergtunnel modernisiert. Die Maßnahmen umfassten vor allem die Erneuerung der betriebstechnischen Anlagen, darunter Beleuchtung, Energieversorgung, Kommunikationstechnik und weitere sicherheitsrelevante Einrichtungen. Ergänzend wurden Fahrbahn, Notgehwege und ausgewählte bauliche Elemente instandgesetzt.
Die Bauausführung begann im Jahr 2023. Für die Durchführung der Hauptbaumaßnahme wurde der Tunnel ab Anfang 2025 voll gesperrt. Die Gesamtinvestitionen des Bundes für die Maßnahme belaufen sich auf rund 41,7 Mio. €. Mit Abschluss der Bauarbeiten wurde der Schemelsbergtunnel im Jahr 2026 wieder für den Verkehr freigegeben und er verfügt nun über einen modernen, richtlinienkonformen Rettungsstollen sowie vollständig erneuerte Betriebstechnik. Tunnel und Rettungsstollen entsprechen nun den aktuellen sicherheitstechnischen Anforderungen an moderne Straßentunnel. Die Verkehrssicherheit ist auf dieser wichtigen Verbindung zwischen B 39, A 6 und A 81 damit langfristig gegeben.